Ökologisches Musiktheater für Kinder: Motte will Meer

 

Eine Theateraufführung der besonderen Art

Mitreißendes Mitmachtheater mit Spaß und ökologischer Botschaft, das präsentierte am vergangenen Mittwoch die Achja!Bühne aus Essen in der Aula des St.-Josef-Gymnasiums. Der Entsorgungs- und Servicebetrieb Bocholt (ESB) und der Deutsche Kinderschutzbund Ortsverband Bocholt hatten Kindergartengruppen und Grundschulklassen kostenfrei zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Von Beginn an waren die fast 400 Kinder begeistert vom kunterbunten Geschehen auf der Bühne. Die Akteure Jessica Jahning und Christian Ache-Jahning verstanden es, das Thema Plastikmüll im Meer und dessen Vermeidung kindgerecht und ohne erhobenen Zeigefinger zu vermitteln. Die Kinder wurden immer wieder in die Handlung mit ein bezogen, dabei gingen die Schauspieler individuell auf die Reaktionen und Zurufe der jungen Zuschauer ein.

Schnell wurde klar, dass Plastikmüll ein „Riesenproblem“ ist und dass das Thema nicht nur in weiter Ferne liegt, sondern bei jedem Einzelnen vor der eigenen Haustür beginnt. Am Ende der Veranstaltung hatten alle viel über den Plastikmüll in den Meeren erfahren, wie es dazu kommt und wie jeder, auch schon die Kleinsten, zu Hause und beim Einkaufen einen kleinen Beitrag zur Müllvermeidung leisten kann.

Damit die Theateraufführung mit den vermittelten Inhalten, bei den Kindern und den Erwachsenen, noch lange in Erinnerung bleibt, verteilten Karin Kalka-Freundt (ESB) und Gudrun Vöing (Kinderschutzbund), am Ende der Veranstaltung kleine Muscheln und Schneckenhäuser an die Kinder.

 

Gewaltfreie Erziehung wirkt – muss aber überall Wirklichkeit werden

Deutscher Kinderschutzbund Bocholt
Gewaltfreie Erziehung wirkt – muss aber überall Wirklichkeit werden

Bocholt, 30.04.2018
Zum heutigen Tag der gewaltfreien Erziehung fordert der
Deutsche Kinderschutzbund   Ortsverband Bocholt e.V. dass Kinder in Deutschland gewaltfrei aufwachsen. Hoffnung machen Zahlen, die belegen, dass die Gewalt unter Jugendlichen auch dank des Gesetzes zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung deutlich zurückgegangen ist. Inzwischen haben 53 Länder Körperstrafen in der Erziehung untersagt.

„Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“ So steht es seit 2000 im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Dafür haben Organisationen wie der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) lange gekämpft. Dass dieser Einsatz Früchte trägt, zeigt eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen. Demnach ist die Jugendkriminalität in Deutschland von 2007 bis 2015 um die Hälfte zurückgegangen. Als Ursache nennen die Forscher ausdrücklich auch den Rückgang von Gewalt in den Familien, einen positiven elterlichen Erziehungsstil und stärkere emotionale Zuwendung. Trotzdem erleben immer noch viel zu viele Kinder körperliche, seelische und sexualisierte Gewalt, in der Familie, im sozialen Umfeld und in Einrichtungen.  Vor allem bei der psychischen Gewalt, zum Beispiel durch Beschimpfungen und Beleidigungen – etwa wenn Kinder als dick, hässlich oder dumm bezeichnet werden – lässt sich laut der Studie kein signifikanter Rückgang feststellen. „Dass Gewalt in der Erziehung verboten wurde, damit ist schon einiges erreicht,  und das gesellschaftliche Bewusstsein hat sich auch geändert.  Aber der Weg in die gewaltfreie Gesellschaft ist noch lang“, erklärte Frau Voss. „Noch immer denken viele Eltern, ein Klaps oder eine Ohrfeige würden keinen großen Schaden anrichten. Das ist aber falsch. Und viele Kinder müssen noch weit Schlimmeres erdulden.“

Der DKSB hat daher schon frühzeitig präventive Angebote entwickelt,  zum Beispiel Projekte im Bereich der Frühen Hilfen.  In dem erfolgreichen Elternbildungskonzept Starke Eltern – Starke Kinder® werden Eltern Wege aufgezeigt, wie Konfliktsituationen in der Familie gewaltfrei gelöst werden können.  Der Deutsche Kinderschutzbund ruft seit 2004 am 30.4. dazu auf, das Ideal einer gewaltfreien Erziehung Wirklichkeit werden zu lassen und daran zu erinnern, dass die gesamte Gesellschaft die Verantwortung für das gewaltfreie Aufwachsen von Kindern trägt.

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Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) – Für die Zukunft aller Kinder!

Der DKSB, gegründet 1953, ist mit 50.000 Mitgliedern in über 400 Ortsverbänden die größte Kinderschutzorganisation Deutschlands. Der DKSB setzt sich für die Interessen von Kindern sowie für Veränderungen in Politik und Gesellschaft ein. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Kinderrechte, Kinder in Armut, Gewalt gegen Kinder sowie Kinder und Medien.

Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft • Konto 7488000, BLZ 25120510

IBAN: DE25251205100007488000, BIC: BFSWDE33HA

Freiwillige Mitarbeiter/innen gesucht

 

Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“

Der Kinderschutzbund Bocholt sucht Frauen und Männer, die bereit sind, sich Kindern und Jugendlichen am Telefon in ihren unterschiedlichen Alltagsproblemen und Krisensituationen als Gesprächspartner/innen ehrenamtlich zur Verfügung zu stellen.

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  • Sie möchten sich ehrenamtlich und verantwortungsbewusst engagieren,

  • wollen Kindern und Jugendlichen zur Seite stehen, sie entlasten und mit ihnen gemeinsam nach Lösungen suchen,

  • haben Verständnis für jugendliche Verhaltensweisen; sind psychisch belastbar und können auch Provokationen angemessen begegnen,

  • sind interessiert und tolerant gegenüber anderen Meinungen, Kulturen und Religionen,

  • können sich einfühlen und haben Freude, anderen zu helfen,

  • dann rufen Sie uns an…

Die Ausbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen durch eine psychologische Beraterin erfolgt nach bundeseinheitlichen Richtlinien über 80 Stunden. Sie umfasst die Bereiche Selbstreflektion, Kommunikationstechniken und Gesprächsführung, sowie praxisbezogene Informationsvermittlung zu kinder- und jugendspezifischen Themen. Im Rahmen der Ausbildung lernen sie, wie den Kindern und Jugendlichen bei ihren Problemen beratend zur Seite stehen können. Die ehrenamtlichen Berater/innen kommen aus den unterschiedlichsten Berufen. Für die Tätigkeit am Telefon ist es wichtig, einen guten Draht zu Kindern und Jugendlichen zu haben, stabil, belastbar, humorvoll und teamfähig zu sein. Nach Beendigung der Ausbildungszeit wird erwartet, dass pro Monat jeweils zwei Dienste zu je zwei Stunden übernommen werden. Montags bis Freitags von 14 bis 20 Uhr sind die Sprechzeiten am Telefon. Aber auch nach der Ausbildung werden die Berater/innen nicht allein gelassen. Bei regelmäßigen Supervisionen haben sie die Gelegenheit, sich unter fachlicher Anleitung untereinander auszutauschen und erhalten Hilfestellung, wie sie ihre Beratung noch weiter verbessern können. Von Ihrem ehrenamtlichen Engagement am Kinder- und Jugendtelefon werden auch Sie selbst profitieren! Durch die Gespräche am Telefon und den Erfahrungsaustausch im Beratungsteam wächst Ihr Verständnis für Andere und Ihre sozialen und kommunikativen Fähigkeiten werden gestärkt. Eine nicht immer leichte, aber sehr dankbare Aufgabe!

Wir freuen uns auf Sie!

Interessenten für diese wirklich wichtige Aufgabe werden gebeten sich bis Ende Februar 2018 an die Geschäftsstelle des Deutschen Kinderschutzbundes Ortsverband Bocholt e.V., Ebertstr.17 unter Telefon 02871-225888, info@kinderschutzbund-bocholt.de zu melden.